Cercis siliquastrum – Judasbaum, Liebesbaum, Herzbaum
Er stammt aus mediterranem Gefilde und bringt sein sĂŒdlĂ€ndisches Flair auch mit zu uns, in die heimischen GĂ€rten. Der Judasbaum. Er begeistert mit attraktivem Wuchs, bunter BlĂŒtenpracht und herzförmigem Laub. Eine Pflanze die uns vom FrĂŒhjahr bis in den Herbst begeistert. Selbst im Winter ist der Strauch dank seiner FrĂŒchte hĂŒbsch anzusehen.
Wuchs: Der Judasbaum wĂ€chst je nach Schnitt als kleiner Baum oder groĂer Strauch heran. Er wird etwa 6 Meter hoch und kann zwischen 2,5 und 4 Metern breit werden. Mit diesen MaĂen ist er eine sehr anschauliche Pflanze, doch gleichzeitig kompakt genug, um auch in einen kleinen Garten gepflanzt zu werden. Pro Jahr wĂ€chst der gewöhnliche Judasbaum zwischen 30 und 50 cm, so dass er seine angestrebte Höhe schon bald erreicht hat. Als Baum bildet der Cercis siliquastrum eine schöne, voluminöse Krone aus. Mit der lockeren Verzweigung und dem breiten Wuchs erinnert sie an einen Schirm und ist damit im Hochsommer ein beliebter Schattenspender.
Blatt: Ihm hat der Judasbaum seinen Beinamen ‚Liebesbaum‘ zu verdanken. Grund hierfĂŒr ist das wunderschöne, Laubblatt dessen Form so manch Verliebten an ein Herz erinnert. Mediziner können in der Blattform jedoch auch eine Niere erkennen. Egal wofĂŒr man sich entscheiden mag, fest steht, dass die BlĂ€tter des Judasbaums wirklich einzigartig schön sind. Im FrĂŒhjahr, erst nach der BlĂŒte entwickeln sich die ersten nieren-/herzförmigen BlĂ€tter. Ăber den Sommer begeistern sie mit krĂ€ftig-grĂŒner Farbe und strahlen nur so vor Leben und Energie. Mit dem Herbst Ă€ndert sich dies. Wie als wolle der Baum sich von uns verabschieden, erfreut er ein weiteres mal mit seiner Farbenpracht. Nun mit leuchtendem Goldgelb, das in Ihrem Garten wundervolle Kontraste zu setzen vermag. Da soll noch einer sagen, der Herbst sei keine schöne Jahreszeit. Ăber den Winter lassen JudasbĂ€ume alle ihre BlĂ€tter fallen, um sich zu schonen und uns im FrĂŒhjahr mit neuer Pracht zu begrĂŒĂen.
BlĂŒte und Frucht: Hier bietet sich uns ein ganz besonderes Schauspiel. Im Gegensatz zu vielen anderen BĂ€umen, die ihre BlĂŒten an den jungen Ăsten tragen, zeichnet sich der gewöhnliche Judasbaum durch eine sogenannte StammblĂŒtigkeit (Kauliflorie) aus. Dies bedeutet, dass sich die BlĂŒten ĂŒberwiegend an den Ă€lteren Ăsten und am Stamm bilden. Dieser Anblick lĂ€sst innehalten und staunen. Die purpur-rosafarbenen BlĂŒten bilden sich noch vor dem Austrieb der BlĂ€tter. So sind die Ăste des Cercis siliquastrum noch kahl, wenn sich die ersten BlĂŒtentrauben öffnen. Speziell wenn Sie die Pflanze zu einem Hochstamm erziehen, kommt die StammblĂŒtigkeit wunderschön zur Geltung. Den Reiz macht vor allem der starke Kontrast zwischen dem dunklen Braun des Stammes und der zarten, rosaroten BlĂŒte. So zeigt sich das FrĂŒhjahr zwischen April und Mai wirklich von seiner schönsten Seite. Auf Grund ihrer Form werden die BlĂŒten des gewöhnlichen Judasbaums als SchmetterlingsblĂŒten bezeichnet. Eine Ironie des Schicksals, dass sich gerade diese besonders zu den schönen BlĂŒten hingezogen fĂŒhlen. FĂŒr Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten ist der nektarreiche Judasbaum ein wahres Paradies.
Auch die FrĂŒchte die sich aus den BlĂŒtentrauben bilden, sind es wert genannt zu werden. Es handelt sich hierbei um 9 bis 10 cm lange, grĂŒne Schoten. In ihnen befinden sich die Samen der Pflanze. Ăber den Herbst, bis in den Winter bleiben die FrĂŒchte an den Ăsten des Judasbaumes hĂ€ngen.
Standort und Boden: Der Cercis siliquastrum stammt ursprĂŒnglich aus dem europĂ€ischen Mittelmeerraum. Daher ist er warme, trockene Lagen gewöhnt. Bei der Pflanzung ist ein geschĂŒtzter, sonniger Standort empfehlenswert. Achten Sie insbesondere darauf, dass der Cercis nicht vom kalten Herbst-Wind heimgesucht wird. Besonders junge Pflanzen sind diesbezĂŒglich sehr empfindlich. Damit sich die krĂ€ftige Wurzel gut im den Boden einfinden kann, sollte dieser möglichst locker sein. Gerne können Sie den Boden vor der Pflanzung mit Humus oder Kompost anreichern, doch kommen die pflegeleichten JudasbĂ€ume auch mit wenigen NĂ€hrstoffen sehr gut zurecht.
Verwendung: Gepflanzt wird der Cercis siliquastrum meist in der Einzelstellung. So kommt dem Baum ausreichend Beachtung zu. Da er ein Tiefwurzler ist, kann die Pflanze sehr schön unterpflanzt werden. HierfĂŒr eignen sich Blumenzwiebeln oder kleinwĂŒchsige Stauden. Auf Grund seiner kompakten GröĂe eignet sich der gewöhnliche Judasbaum sehr gut fĂŒr die Pflanzung im privaten Garten, doch auch in Parkanlagen ist er hin und wieder anzutreffen. Wem kein Garten zur VerfĂŒgung steht, der kann sich glĂŒcklich schĂ€tzen, dass der Cercis auch problemlos in einen Topf gepflanzt werden kann. So können Sie ihn auf den Balkon oder die Terrasse stellen und sich dort an ihm erfreuen. Abgesehen davon, dass der Judasbaum eine hervorragende Zierpflanze darstellt, kann er auch anderweitig genutzt werden. So sind sowohl seine BlĂŒten, wie auch die Samen der Pflanze essbar. WĂ€hrend die Samen sehr speziell schmecken und nur selten Anklang finden, sind die rosaroten BlĂŒten mit ihrem leicht sĂ€uerlichen Geschmack in FrĂŒhlings-Salaten absolut im Trend. DarĂŒber hinaus ist das Holz des kleinen Baumes sehr hart. Daher wird es gerne zur Herstellung von Möbeln und als Funierholz genutzt.
Pflege: Zu behaupten die Pflege von JudasbĂ€umen wĂ€re sehr leicht, wĂŒrde nicht der Wahrheit entsprechen. Es gibt schlieĂlich einiges zu beachten. Unser Tipp ist, nicht nur die Arbeit dahinter zu sehen, sondern sich ĂŒber das zu freuen was der Judasbaum uns schenkt. ZunĂ€chst zu den wirklich leichten und unkomplizierten PflegemaĂnahmen: Dem Schnitt und der DĂŒngung. Ein RĂŒckschnitt ist beim Cercis siliquastrum nur sehr selten notwendig. Die Pflanze erweist sich zwar als sehr schnittvertrĂ€glich, doch ist er nur selten von Nöten. Einzig kleine Korrekturschnitte im FrĂŒhjahr können erforderlich sein. Wenn Ăste beschĂ€digt wurden oder ĂŒber den Winter erfroren sind. Auch die DĂŒngung und das GieĂen sind simpel. Eine DĂŒngung sollte nicht öfter als einmal im Jahr vorgenommen werden, denn prinzipiell kommt der Judasbaum mit kargem Boden bestens zurecht. Mit seiner Pfahlwurzel erreicht der Baum auch Wasser in unteren Bodenschichten. Daher ist das GieĂen nur an besonders warmen Tagen im Hochsommer erforderlich. WĂ€hrend der Baum sich die meiste Zeit das Jahres als unkompliziert zeigt, stellt er uns im Winter auf die Probe. Als sĂŒdlĂ€ndische Pflanze ist der Cercis an warme Temperaturen gewöhnt und kommt mit der kalten Jahreszeit nur dann klar, wenn Sie sich gut um ihn kĂŒmmern. Der wichtigste Schritt ist, dass der Baum an einen geschĂŒtzten Standort gepflanzt wurde. Des weiteren sollte sein Wurzelraum schon im Herbst mit Rasenschnitt oder Fallaub abgedeckt werden. Dies isoliert und schĂŒtzt den Wurzelraum. Wurde der Judasbaum in einen Topf gepflanzt, ist der Schutz des Wurzelraums besonders wichtig. HierfĂŒr sollte der komplette Topf dick in Luftpolsterfolie eingewickelt werden. Um den Stamm zu schĂŒtzen sollten Sie diesen mit Jute oder Filzmatten einbinden. Besonders frostempfindlich ist der Strauch als Jungpflanze. Mit der Zeit wird er Generell kommt der Cercis siliquastrum mit Temperaturen bis minus 17 °C zurecht.
Wissenswertes: Den Namen Judasbaum hat der Cercis siliquastrum einer ErzĂ€hlung zu verdanken. Es heiĂt nach dem Verrat an Jesus Christus hĂ€tte der JĂŒnger Judas Ischoriot sich an eben diesem Baum selbst aufgehĂ€ngt. Man sagt die einst weiĂen BlĂŒten des Baumes fĂ€rbten sich rot, aus Scham ĂŒber sein Vergehen.
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|  | Pflanzung von StrÀuchern im Container oder mit Erdballen |
| Wuchs: | GroĂer Strauch oder kleiner Baum mit breit gewölbter, oft trichterförmiger Krone und feinem Astwerk. Bis 5 m hoch und ca. 3 m breit. Jahreszuwachs ca. 30 – 50 cm |
| Wurzel: | Tiefwurzler, mit krÀftigen Hauptwurzeln |
| Blatt, Holz: | Nierenförmige, rundliche BlĂ€tter, frischgrĂŒn, 7 – 12cm lang. Junge Triebe sind rotbraun. SommergrĂŒn. |
| BlĂŒte, Frucht: | Purpurrosa BlĂŒten, aus dem Holz, sowohl am Stamm als auch dem GeĂ€st, gebĂŒschelt. BlĂŒtezeit im April und Mai. Vor dem Blattaustrieb. FrĂŒchte sind als HĂŒlsen ausgebildet, 9 – 10 cm lang, ein interessanter Winterschmuck. |
| Boden, Standort: | Bevorzugt lehmige, kalkhaltige Gartenböden in sonniger, bis halbschattiger, möglichst geschĂŒtzter Lage. Trockenheit und Hitze vertragend. |
| Verwendung: | Einzelstand oder fĂŒr groĂe Pflanztröge. |
| Besonderheiten, Pflege: | Pflanzung an sonnigen, geschĂŒtzten Standorten wichtig fĂŒr eine reiche BlĂŒte. BlĂŒht auch am Stamm. |
| FrosthÀrte: | Winterhart bis -17°. |
| LieferqualitÀt: | Strauch, im gut durchwurzelten Container, 40-60 cm hoch. |
| Liefer-/Pflanzzeit: | Gehölze in Töpfen oder Containern sind ganzjÀhrig lieferbar und auch ganzjÀhrig verpflanzbar. |
(Art.Nr. 125851) – Aktiv-ErdeÂ
mit ausreichend DĂŒnger fĂŒr 100 Tage
Beutel mit 10 l Inhalt
(Art.Nr. 120873)
organischer NPK-DĂŒngerÂ
mit natĂŒrlicher Langzeitwirkung
Beutel mit 5 kg Inhalt

















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